Fakt oder Mythos? Milchprodukte beim PCO-Syndrom: gut oder schlecht?

Wer das PCO-Syndrom hat und sich im Internet über die richtige Ernährung schlau machen möchte, stolpert womöglich oft über die Empfehlung, Milchprodukte zu meiden. Denn Milch und Co. soll für das PCOS nachteilig sein.

 

Aber warum eigentlich? Heißt das Abschied nehmen vom geliebten Käse?

 

Tatsächlich gibt es überraschend wenig wissenschaftlich solide Studien über Milch und PCOS direkt: nämlich bis dato gar keine. Trotzdem erkläre ich Ihnen in diesem Artikel, welche Rolle Milchprodukte bisher in den herkömmlichen Studien an Frauen mit PCOS gespielt haben, greife die Argumente der

Milch-Gegner für das PCO-Syndrom auf, und bewerte das Thema Milch auch in Hinblick auf Akne.

 

Sie wollen wissen, was hinter den Behauptungen zu Milch und dem PCOS steckt? Dann lesen Sie weiter!

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Große Verwirrung um Milch und Milchprodukte beim PCO-Syndrom und Akne. Hier lesen Sie, was Sache ist!

Milch, Käse, Joghurt: für das PCOS gut oder nicht?

Einige der Inhaltsstoffe der Milch werden im Zusammenhang mit PCOS immer wieder in ein schiefes Licht gerückt. Hier die vier wichtigsten, die in Hinblick auf das PCO-Syndrom von einigen Menschen kontroversiell betrachtet werden: Milcheiweiß, Wachstumsfaktoren, Hormone und Milchfette.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hypothese #1 Milcheiweiß

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
   

Milcheiweiß

Milch stimuliert die Insulinausschüttung verhältnismäßig stark in Anbetracht der Tatsache, dass es sich um ein Lebensmittel mit niedrigem Kohlenhydratgehalt handelt [Östmann et al.]. Zum Großteil hat dies mit dem

enthaltenen Milcheiweiß zu tun.

 

Was die meisten Frauen mit PCOS nicht wissen ist, dass auch Eiweiße die Ausschüttung von Insulin stimulieren. Bestimmte Milcheiweiße scheinen da besonders potent zu wirken aufgrund von zwei Faktoren:

 

Art der Proteine:

Milch enthält die Proteinfraktionen Kasein (zu 80%) sowie Molkeproteine (zu

20%). Besonders im Molkeproteinanteil sind verzweigtkettige Aminosäuren

enthalten, die die Ausschüttung von Insulin stärker beeinflussen [Nilsson et

al.]. Der Anteil der Molkeproteine wird z.B. aber kleiner im Rahmen der

Käseherstellung. Denn hier trennt sich die Molke vom Käsebruch ab. Je härter

und gereifter der Käse, desto geringer liegt zwar der Molkeproteinanteil, doch

der Gesamteiweißgehalt ist dennoch hoch.

 

Verdaulichkeit. Milcheiweiß ist außerdem noch besonders leicht verdaulich [Nilsson et al.], was sicherlich dem noch „unreifen“ Verdauungstrakt der Säuglinge entgegenkommen soll. Durch die leichte Verdaulichkeit gelangen jedefalls die Aminosäuren schneller in den Blutkreislauf, was auch eine etwas stärkere Insulinstimulation zur Folge hat.

 

Sowohl die Verdaulichkeit, als auch die Art der Proteine in der Milch scheinen also die Insulinsekretion und Anabolie in einem Ausmaß zu fördern, das unter kohlenhydratarmen  (!) Lebensmitteln fast einzigartig ist. 

 

Beispiel aus der Praxis: Haben Sie schon gehört, dass Sportler gerne Kakaomilch als Regenerationsgetränk einnehmen? Laut vieler wissenschaftlicher Untersuchungen unterstützt sie die Regeneration des Muskels nach der Bewegung ideal. Und das hat seinen Grund. Nicht nur dass Kohlenhydrate und Eiweiß in idealer Menge vorliegen mögen. Auch eben die stimulierende Wirkung der Milch [Östmann et al.] und des Kakaos [Brand-Miller et al.] auf die Insulinsekretion und die schnelle Bereitstellung von Aminosäuren für die Muskelproteinbildung sind dafür verantwortlich


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hypothese #2

IGF-1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
   

Wachstumsfaktoren

Auch Wachstumsfaktoren wie IGF-1 (Insulin-like Growth Factor-1) sind in der Milch enthalten, die für Wachstum und Entwicklung sorgen. Das Max-Rubner-Institut verweist allerdings in seiner Stellungnahme zu Milchprodukten darauf, dass beim Konsum von Kuhmilch kein intaktes IGF-1 aus Kuhmilch im Blut von Menschen nachgewiesen werden kann [MRI]. Der IGF-1 Gehalt von Milchprodukten scheint also nicht direkt auf den Menschen überzugehen.

 

Doch trotzdem beeinflusst die Ernährung allgemein, wie viel IGF-1 im Körper selbst gebildet wird. Die Eiweißzufuhr an sich erhöht schon einmal die IGF1-Konzentration im Blut [Norat 2007]. Milch und Milchprodukte sind nun einmal auch Eiweißlieferanten. Ob das enthaltene Eiweiß darin aber nun die IGF-1-Konzentrationen stärker als andere Proteine erhöht, ist nicht klar [MRI].

 

So, aber was hat denn nun IGF-1 mit dem PCOS zu tun? Eine Rolle von IGF-1 und dem PCOS wurde schon vor langer Zeit diskutiert. Der Eierstock verfügt über Rezeptoren für IGF-1, worüber auch die Steroidbildung läuft. Doch nicht nur die Ernährung selbst spielt für IGF-1 eine Rolle. Auch Übergewicht und hohe Insulinspiegel (die ja bei PCOS so häufig vorkommen) vermindern das IGFBP-1, das Bindeprotein für IGF-1. Das führt im Endeffekt zu höherem, freien IGF-1 [Kelly 2011]. Vorrangig sollten Sie sicherlich deshalb erst dem Übergewicht und der Insulinresistenz an den Kragen gehen! Ob dann eine zusätzliche Erhöhung von IGF-1 durch Milchproteine bzw. zu viel Protein das „Kraut Fett macht“ bei PCOS ist unklar. 


 

 

 

 

 

 

 

 

Hypothese

#3

Hormone

 

 

 

 

 

 

 

 
   

Hormone in der Milch

Kuhmilch enthält auch Hormone wie Estron, Androstendion, DHEA, Testosteron oder Progesteron. Ist die milchgebende Kuh schwanger, dann liegen sogar deutlich mehr Hormone in der Milch vor. Aus Untersuchungen zum Hormongehalt von Milch weiß man außerdem, wie variabel dieser ist [Regal et al.]. Das Ausmaß an Hormonen unterscheidet sich auch von Milchprodukt zu Milchprodukt. Östrogene werden z.B. hauptsächlich im Fett gebunden, sowie vom Molkeprotein [Wolford et al.]. Das bedeutet, dass fettarmer Käse wohl weniger Östrogene als Butter ernthalten würde.

 

Doch einmal abgesehen davon: Nicht einmal bei einem hohen Milchverzehr (1 L/Tag) würden die zulässigen täglichen Höchstmengen für die Hormonzufuhr erreicht werden, ganz zu schweige von den Dosen, die für echte Effekte auf das Hormonsystem notwendig waren [Regal et al.].

 

Trotzdem gilt zu bedenken, dass Hormone heutzutage nicht nur über die Milch in den Körper gelangen. Die gesamte Belastung müsste also einmal erhoben werden und dann auch herausgefunden werden, ob bei PCOS eine Überempfindlichkeit gegenüber "externen" Hormonen vorliegt.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hypothese

#4

Milchfette

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Milchfette

Milch liefert unterschiedliche Fettsäuren, darunter auch gesättigte, sowie

natürliche trans-Fettsäuren. Möglicherweise könnten es also auch die Fette in

der Milch sein, die Auswirkungen auf Androgene im Blut, Akne und Co. und somit auch auf Ihr PCOS haben könnten. 

An dieser Stelle muss betont werden, dass die Haltung und Fütterung der Mutterkuh eine große Rolle spielt, welche Fette schlussendlich dann auch in der Kuhmilch zu finden sind. Konventionelle Milchprodukte enthalten weniger Omega-3-Fettsäuren (wobei der Gehalt insgesamt gering ist), dafür auch weniger trans-Fettsäuren als Milch aus biologischer Herkunft [MRI].

 

Ob die Fette aus der Milch hinsichtlich PCOS und Akne einen Einfluss haben ist noch rein spekulativ. Ein Ansatz wäre zwar, vorsichtshalber auf fettarme Milchprodukte umzuschwenken. Doch da liefert leider eine große, prospektive Kohortenstudie aus Harvard einen möglichen Einwand: Amerikanerinnen, die fettarme Milchprodukte bevorzugten hatten ein höheres Risiko für ovulationsbedingte Störungen der Fruchtbarkeit (Stichwort: PCOS!). Das Essen von vollfetten Milchprodukten (Vollmilch, Käse) ging gar mit einem geringeren Risiko für Unfruchtbarkeit durch Störungen des Eisprungs einher [Chavarro et al.]. Nun. Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass es sich hierbei nicht um einen ursächlichen Zusammenhang handeln muss. Es kann z.B. sein, dass mit dem Verzehr fettarmer Milchprodukte eine andere Lebensweise einhergeht, die in Wirklichkeit das Risiko für Eisprungstörungen erhöht. Die Autoren vermuten allerdings, dass höhere Östrogengehalte in fettreichen Milchprodukten für den schützenden Effekt verantwortlich sein könnten. Beweis gibt es allerdings ja noch keinen dafür.


Studien beim PCO-Syndrom mit und „ohne“ Milchprodukte

An all diesen Hypothesen könnte etwas dran sein – aber es sind nach wie vor Hypothesen, denn geprüft wurden diese im Zusammenhang mit dem PCO-Syndrom bisher kaum. Es gibt eine Studie an Frauen mit PCOS, in der absichtlich nur wenig Milchprodukte (in Form von Käse) erlaubt waren. Doch gleichzeitig wurde in dieser Studie auch auf stärkereiche Produkte verzichtet und es gab keine Kontrollgruppe, wodurch leider überhaupt keine Schlüsse über die Milchprodukte-Thematik allein gezogen werden können [Pohlmeier et al. 2014].

 

PCOS Ernährung meist mit Milch möglich. Wir müssen wissen, dass der Großteil der Studien beim PCO-Syndrom Gewichtsreduktionsstudien sind, die auch Milchprodukte verwendet

haben. Wir wissen, dass diese Studien alles in allem sehr positive Effekte beim PCOS gebracht haben. Das bedeutet, dass der Effekt des Abnehmens und der Ernährungsumstellung an sich überwiegt.

Klar kann es sein, dass ohne Milchprodukte sogar noch bessere Ergebnisse erzielt worden wären, aber dafür gibt es einfach keine Beweise. Ganz im Gegenteil. In einer aktuellen Studie

an Frauen mit PCOS schnitt sogar eine Ernährungsweise zum Abnehmen mit mehr Milchprodukten (DASH-Diät) besser ab hinsichtlich Androstendion und SHBG als eine herkömmliche Diät mit weniger Milch. Nun muss man auch hier wieder fairerweise einräumen, dass die DASH-Diät

natürlich nicht nur aus Milchprodukten besteht. Reichlich Vollkorngetreide, Gemüse, Obst, Nüsse, Samen und Hülsenfrüchte und dafür weniger Zucker machen diese Ernährungsweise aus [Azadi-Yazadi et al.]. Ja, also auch diese Lebensmittel könnten für den Vorteil verantwortlich gewesen sein. Worauf ich aber hinaus will ist, dass bei PCOS und Übergewicht eine gesunde Ernährung auch

mit Milchprodukten erfolgsversprechend sein kann! Wie so oft zählt auch beim Thema Ernährung bei PCOS das große Ganze. Ein einziges Lebensmittel mag da alleine möglicherweise nicht genug ausrichten...

Akne und Milchprodukte

Und was ist nun wegen der Akne? Aus manchen Beobachtungsstudien an Personen ohne PCOS hat man erkannt, dass ein Zusammenhang vom Verzehr von Milchprodukten mit Akne besteht. Erwachsene Frauen, die zu Jugendzeiten viel Milch tranken, waren außerdem häufiger betroffen. Herausgefunden hat man auch, dass fettarme Milch zu stärkeren Unreinheiten der Haut führt als Vollmilch. Als mögliche Auslöser werden auch bei der Akne die Hormone und Wachstumsfaktoren diskutiert [MRI]. Die beobachteten Zusammenhänge sind zwar „da“, aber nun müsste man durch „richtige“ Studien herausfinden, ob dieser Zusammenhang wirklich ein ursächlicher ist und worauf dieser zurückgeht.

Fazit

Es gibt also einige denkbare Mechanismen, wie Milch und Milchprodukte einen negativen Einfluss auf das PCO-Syndrom ausüben könnten. Diese sind aber noch nicht hinreichend wissenschaftlich überprüft.

Das Problem ist also: Wir wissen weder, ob negative Wirkungen wirklich eintreten, und wenn ja, welche Milchprodukte dafür verantwortlich sind und ab wie viel Portionen überhaupt Vorsicht geboten ist. Und dann muss auch noch herausgefunden werden, ob das Fett, die Proteine, die Hormone oder die Wachstumsfaktoren dafür verantwortlich sind. Je nachdem, wer der wahre "Übeltäter" in der Milch ist, wären ja auch ganz andere Milchprodukte zu meiden: Denn Milch ist nicht Joghurt, ist nicht Quark, ist nicht Käse, ist nicht Butter! Alles sind zwar Milchprodukte, doch alle enthalten ganz unterschiedliche Mengen der "möglicherweise schädlichen" Substanzen.

Was also tun?

Für Frauen mit PCOS mit Übergewicht und Insulinresistenz sehe ich das Weglassen von

Milchprodukten alles andere als an erster Stelle, um dem PCOS den Kampf anzusagen. Hier sollte zuerst an anderen Schrauben (Gewicht und der Insulinresistenz) gedreht werden, die auch wissenschaftlich als effektiv bestätigt wurden. Um beide in den Griff zu kriegen, und folglich auch das PCOS zu verbessern gibt es einige Möglichkeiten. Besteht darüber hinaus auch noch

Akne, ist erst einmal abzuwarten, ob nicht auch schon durch die gesunde Ernährungsumstellung an sich, durch den Gewichtsverlust und Bewegung Besserung eintritt. Denn die Akne steht mit einem generell ungesunden, westlichen Lebensstil und einer solchen Ernährungsweise in Verbindung. Da mag alleine die Umstellung schon etwas helfen.

 

Für Frauen mit PCOS, Akne und Normalgewicht gibt es auch andere Stellschrauben, die noch vor dem Weglassen von Milchprodukten zum Zuge kommen können. Wenn, dann empfehle ich einen Auslassversuch von Milchprodukten NUR in Zusammenarbeit mit einer Ernährungsfachkraft, nachdem alle wissenschaftlich erprobten Möglichkeiten für die Haut ausgeschöpft wurden. Ein solcher Auslassversuch muss richtig gemacht werden, damit Effekte nachgewiesen werden können. Außerdem muss die Nährstoffversorgung sichergestellt bleiben. Zum Beispiel kann durch das einfache Weglassen von Milchprodukten ein daraus resultierender Calciummangel entstehen. Bei PCOS ist das auf lange Sicht kontraproduktiv in Hinblick auf die Follikelreifung und die

Knochenmineraldichte (ein wichtiges Thema, da das hormonelle Ungleichgewicht bei Frauen mit PCOS dieses beeinflussen kann).

Nun sind Sie dran!  

Also: solange wir auf die "richtigen" Studien warten, interessiert mich und bestimmt auch alle anderen Frauen mit PCOS hier, wer schon einmal konsequent auf Milchprodukte verzichtet hat, ohne gleichzeitig die restliche Ernährung völlig auf den Kopf gestellt zu haben. Lautet die Antwort "ja", auf welche haben Sie verzichtet und was für Erfahrungen haben Sie diesbezüglich zu Ihrem PCO-Syndrom gemacht?

 

Ich freue mich sehr über eure Antworten, Kommentare und Hinweise.

 

Quellen

  • Azadi-Yazdi M. et al. 2017: Effects of Dietary Approach to stop Hypertension diet on androgens, antioxidant status and Body composition in overweight and obese women with polycystic ovary syndrome: a randomised controlled trial. J Hum Nutr Diet. 30, 275–283
  • Brand-Miller et al. Cocoa Powder Increases Postprandial Insulinemia in Lean Young Adult
  • Chavarro et al. 2007: A prospective study of dairy foods intake and anovulatory infertility. Human Reproduction Vol.22, No.5 pp. 1340–1347, 2007
  • Kelly et al. 2011 Insulin-like growth factor binding protein-1 in PCOS: a systematic review and meta-analysis. Human Reproduction Update, Vol.17, No.1 pp. 4–16, 2011
  • Lunn et al. Chocolate milk and endurance exercise recovery: protein balance, glycogen, and performance
  • Max-Rubner-Institut (MRI) 2014: Ernährungsphysiologische Bewertung von Milch und Milchprodukten und ihren Inhaltsstoffen. Bericht für das Kompetenzzentrum für Ernährung, Bayern
  • Nilsson et al. 2004: Glycemia and insulinemia in healthy subjects after lactoseequivalent meals of milk and other food proteins: the role of plasma amino acids and incretins Am J Clin Nutr;80:1246 –53
  • Norat et al. 2007 Diet, serum insulin-like growth factor-I and IGF-binding protein-3 in European women. European Journal of Clinical Nutrition (2007) 61, 91–98
  • Östmann et al. 2001 Inconsistency between glycemic and insulinemic responses to regular and fermented milk products. Am J Clin Nutr 2001;74:96–100
  • Pohlmeier et al. 2014: Effect of a Low Starch/Low Dairy Diet on Fat Oxidation in Overweight and Obese Women with Polycystic Ovary Syndrome. Appl Physiol Nutr Metab. 2014 November ; 39(11): 1237–1244
  • Regal et al. Development of an LC-MS/MS method to quantify sex hormones in bovine milk and influence of pregnancy in their levels
  • Wolford & Argoudelis 1979: Measurement of estrogens in cows milk, human milk and dairy products. J Dairy Sci. 1979 Sep;62(9):1458-63.

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Kommentare: 2
  • #1

    CM (Sonntag, 23 Dezember 2018 15:28)

    Hey, bin gerade durch Zufall auf deine Seite und deinen Beitrag hier gestoßen. Ich selbst (22 Jahre alt, 1,70m und 65kg) habe auch PCOS und hatte meine gesamte Jugend einen verhältnismäßig dicken Bauch im Vergleich zu meinem restlichen Körper (auch wenn ich nie richtig übergewichtig war). Jedenfalls lebe ich seit zwei Jahren vegan und kann mich dem nur positiv aussprechen. Mein Bauch wurde plötzlich viel flacher, mein Gemüt hat sich verändert und meine Hormone sind ohne Pille/Metformin oder anderen "medizinischen" Medikamenten in ein natürliches Gleichgewicht gekommen. Ich habe mich sozusagen selbst geheilt und bekomme auch monatlich ganz normal meine Periode. Theoretisch merke ich im Alltag nichts mehr von PCOS und ich bin mir sehr sicher, dass das enorm viel mit meiner Ernährung zu tun hat. Wenn man sich überlegt wie viele Hormone in tierischen Produkten drin sind, die ursprünglich ein kleiner Tier großziehen sollten ist es ja auch ziemlich logisch, dass die fremden Hormone dem eigenen Hormonhaushalt nicht unbedingt zugute kommen, wenn man selbst bereits hormonelle Probleme hat. Wie ich damals auf vegan kam? Es gibt super viele neuseeländische/amerikanische und australische Bloggerinnen und Youtuberinnen mit PCOS, die sich alle auf diese natürliche Art und Weise geheilt haben. Viele von ihnen sind auch schlank, sehen toll aus und haben bereits mehrere Kinder bekommen. :) Ich wünsche dir noch alles Gute!
    Liebe Grüße

  • #2

    Julia (Montag, 22 April 2019 13:47)

    Hey, nur der Vollständigkeit halber würde ich zu CMs Kommentar noch hinzufügen wollen, dass ich lange Zeit vegan gelebt habe, das letzte Jahr aufgrund eines beruflichen Auslandsaufenthaltes auf vegetarisch umstellen musste, jetzt wieder Veganerin bin - und sich niemals auch nur irgendwas an meinem PCOS (konkret: Hautbild) getan hat. Also, Veganismus ist der Hammer - für die Umwelt und die Tiere - aber es ist sicher kein Allheilmittel für PCOS, da stimme ich dem Artikel zu :)

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