Die häufigsten Gründe für den unerfüllten Kinderwunsch

1 von 10 Personen ist Unfruchtbar. Über die Gründe des unerfüllten Kinderwunsch und Infertilität
Jeder Zehnte ist statistisch gesehen von Unfruchtbarkeit betroffen.

Zirka jedes 8. - 13. Paar ist weltweit von Unfruchtbarkeit (Infertilität) oder verminderter Fruchtbarkeit (Subfertilität) betroffen [1]. Nicht, wie oft falsch behauptet, ist die Ursache hierfür immer bei der Frau zu suchen. Ganz im Gegenteil, Männer und Frauen sind wahrscheinlich in ähnlichem Ausmaß von Erkrankungen oder Störungen betroffen, die die Erfüllung des Kinderwunsches erschweren können.

 

Erfahren Sie hier mehr über die häufigsten Ursachen für den unerfüllten Kinderwunsch bei Frau und Mann.

 


Ein häufiges Problem und doch Tabuthema

Über ungewollte Kinderlosigkeit wird in unserer Gesellschaft sicherlich nur selten offen gesprochen. Handelt es sich doch um ein sehr privates und vielleicht auch mit Scham besetztes Thema. Dies könnte mitunter ein Grund sein, warum die Themen Unfruchtbarkeit und unerfüllter Kinderwunsch in der öffentlichen Wahrnehmung kaum Beachtung finden. Aufgrund des fehlenden Bewusstseins sind manche Menschen dann überrascht, wenn Sie erfahren, für wie viele Paare sich der Wunsch nach einem eigenen Kind tatsächlich erst sehr viel später als bei anderen, oder vielleicht auch nie erfüllt.

 

Tendenziell sind es eher betroffene Frauen, die sich dann doch z.B. in sozialen Netzwerken (Facebook, Foren, Instagram) oder im Freundeskreis austauschen und gegenseitige Unterstützung einholen. Jedoch: die fehlende mediale Präsenz der Männer in Kinderwunschforen soll nicht zum Schluss führen, dass für Männer das Problem nicht existiert. Ganz im Gegenteil.

"Gerechte Geschlechterverteilung"

Daten aus Großbritannien legen nahe, dass Frauen und Männer im eigenen Land in ähnlichem Ausmaß von Unfruchtbarkeit betroffen sind: 12,5 % der Frauen und 10,1 % der Männer des Inselstaates erleben Unfruchtbarkeit [2].

 

 

Wie bereits eingangs erwähnt, sind die Gründe für ungewollte Kinderlosigkeit nicht alleine der Frau zuzuschreiben. Die amerikanische Gesellschaft für reproduktive Medizin (ASRM) spricht jeweils ca. 1/3 der Ursachen für eine nicht eintretende Schwangerschaft jeweils dem Mann alleine bzw. der Frau alleine zu. Die restlichen Fälle sind auf eine Kombination aus beeinträchtigenden Faktoren beider Partner zurückzuführen, bzw. ist in ca. 20% der Fällen von Unfruchtbarkeit die Ursache nach Angaben der Fachgesellschaft ungeklärt. [3]

 

Ursachen bei Männern

Bei Männern können sich die Ursachen für verminderte Zeugungsfähigkeit u.A. aus einem oder einer Kombination dreier Faktoren zusammensetzen:

 

  1. Niedrige Spermienkonzentration (Oligospermie) [1] oder Azoospermie (keine Spermien vorliegend) [3]
  2. Verminderte Spermienbeweglichkeit (Asthenospermie) [1]
  3. Verändertes Aussehen der Spermien (Teratospermie)  [1]

 

Liegt eine Kombination aus allen drei Faktoren vor, spricht man vom OAT-Syndrom (Oligo-Astheno-Teratospermie-Syndrom).

 

Ursachen bei Frauen

1.      Ovulationsstörungen

 

Sowohl das PCO-Syndrom, Hypothalamische Dysfunktion, Hyperprolaktinämie als auch die premature ovarielle Insuffizienz sind mit fehlenden oder selten auftretenden Eisprüngen assoziiert [4]. Ovulationsstörungen stellen beim weiblichen Geschlecht die häufigste Ursache für eingeschränkte Fruchtbarkeit dar [3].

 

2.      Blockierte Eileiter

 

Ursächlich hierfür können beispielsweise Infektionen beteiligt sein [4].

 

3.      Endometriose

 

Weitere Ursachen können blockierte Eileiter (im Besonderen in Zusammenhang mit Endometriose).

 

4.      Beeinträchtigungen der Gebärmutter und des Gebärmutterhalses

 

Geburtsdefekte des Uterus, des Gebärmutterhalses oder manche Uterusmyome können die Fruchtbarkeit beeinträchtigen [3,4].

 

Sie können etwas tun!

Ein gesunder Lebensstil ist – egal ob Sie ganz gesund sind oder eine Ursache für den unerfüllten Kinderwunsch besteht – wichtig, wenn Sie bald ein Kind bekommen möchten. Sie können selbst aktiv werden, um ideale Voraussetzungen für Ihr Wunschkind zu schaffen. In einigen Fällen, z.B. bei Übergewicht oder auch bei der Ovulationsstörung PCO-Syndrom können Sie durch Ernährungsmaßnahmen selbst zugrundeliegende Ursachen mildern. Auch die Parameter der Spermienqualität sind nicht in Stein gemeißelt, sondern beeinflussbar.

 

 

Wenn Sie gerne mehr über den Lebensstil und Ihre Fruchtbarkeit erfahren wollen, melden Sie sich zum fertileaty-newsletter an. So erhalten Sie die neuesten Beiträge regelmäßig und bequem in Ihr E-Mail Postfach geliefert.

 

Quellen

[1] Kumar, Naina, und Amit Kant Singh. „Trends of Male Factor Infertility, an Important Cause of Infertility: A Review of Literature“. Journal of Human Reproductive Sciences 8, Nr. 4 (Dezember 2015): 191–96. doi:10.4103/0974-1208.170370.

 

 [2] Datta, J., M. J. Palmer, C. Tanton, L. J. Gibson, K. G. Jones, W. Macdowall, A. Glasier, u. a. „Prevalence of Infertility and Help Seeking among 15 000 Women and Men“. Human Reproduction (Oxford, England) 31, Nr. 9 (September 2016): 2108–18. doi:10.1093/humrep/dew123.

 

[3] „ASRM: Frequently Asked Questions About Infertility“. Zugegriffen 1. November 2016. http://www.reproductivefacts.org/awards/index.aspx?id=3012.

 

[4] „Female infertility Causes - Mayo Clinic“. Zugegriffen 5. November 2016. http://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/female-infertility/basics/causes/con-20033618.

 

 


Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Artikel/Blog

Kategorien:

PCO-Syndrom, PCOS PCO und Ernährung

 

 

PCO-Syndrom

Essen und Trinken, Ernährung bei Kinderwunsch und schwanger werden

 

 

Kinderwunsch

Kontakt

website: www.fertileaty.com

mail: info@fertileaty.com

instagram: fertileaty

Ernährung rund um die Fruchtbarkeit